Ausbildung – Wenn die Kids größer werden

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Aus Kindern werden Erwachsene

Es kommt einem vor wie gestern. Kaum hat ein kleiner Erdenbürger das Licht der Welt erblickt, schon ist das Kind auf einmal groß und schon bald steht das Erwachsenwerden bevor. So denken viele Eltern, wenn die Kinder nach Kindergarten, Grundschule und weiterführender Schule sich um eine Ausbildungsstelle bewerben. Eltern und Kinder haben bis dahin großartige Leistungen vollbracht, so manche Krise miteinander überwunden und nun denkt man: „Das ging viel zu schnell!“ Doch uns Erwachsenen bleibt für Wehmut gar keine Zeit, denn der Schulabschluss steht bevor und nun heißt es, wieder auf einer wichtigen Etappe den Nachwuchs zu begleiten, denn kein Kind bleibt ewig Schüler.

Bewerbung um eine Ausbildungsstelle
Bewerbung um eine Ausbildungsstelle

Die Suche nach der richtigen Ausbildung

Spätestens ab der 8. Klasse sollten die ersten Pläne für den beruflichen Werdegang konkret werden, falls sich das nicht schon vorher ergeben hat. Während manche Kids schon sehr genaue Vorstellungen haben, welche Ausbildung sie machen möchten, sind andere noch unentschlossen. Als Eltern muss man sich da keine Sorgen machen, doch kann man sein Kind an die Hand nehmen und ihm mögliche Wege aufzeigen. Schließlich kennen Väter und Mütter die Kids am besten und haben daher auch Ideen, in welchen beruflichen Bereichen das Kind sein Glück finden könnte. Hobbys sowie vorhandene Interessen und Begabungen sind meist gute Orientierungspunkte. Wir als Eltern fanden bisher auch Praktika sehr hilfreich. Eins der Kinder hat davon gleich mehrere gemacht. Über die Schule und in den Ferien auf privater Basis. Es zeigte sich, dass Altenpflege zwar lehrreich, aber nichts für die Zukunft des Kindes sein würde. Und auch nicht das Schrauben an Fahrzeugen. Zwei Praktikantenstellen im kaufmännischen Bereich fanden weit mehr Zustimmung und so wurde es irgendwann der Wunsch des Heranwachsenden, in eben diese Richtung eine Ausbildung einzuschlagen. Viele Schüler finden auf diesem Weg erst kurz vor dem eigentlichen Schulabschluss ihre Wunschrichtung und sind dann von heute auf morgen Feuer und Flamme.

In Berufe hineinschnuppern

Denkt man an die eigene Kindheit zurück, gibt es gewiss viele verschiedene Erinnerungen. Mal waren es die Eltern, die unter Erwartungsdruck die berufliche Richtung vorgaben, mal war es ein Kindheitstraum, den man verwirklichen konnte oder aber der Zufall brachte die Entscheidung, welche Ausbildung man machte. Früher galt diese Entscheidung fast wie ein „Lebenslänglich“. Einmal im Beruf drin, muss das so bleiben. Dies hat sich heute glücklicherweise geändert. Denn woher sollen auch Kinder eine Vorstellung haben, ob sie auch in 5, 10 oder 30 Jahren einen bestimmten Beruf noch ausüben möchten. Schließlich haben die Kinder keine Erfahrungen im Berufsleben. Woher sollten sie dann wissen, welcher Job der richtige sein könnte? Deutlich einfacher macht man es den Kids, wenn man sie schon vor dem Schulabschluss darin unterstützt, mehr über verschiedene Berufe zu erfahren. Es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Freunde, Verwandte, Nachbarn und Bekannte können aus ihrem Berufsalltag berichten, vielleicht kann das Kind mal einen Tag dabei sein, wenn jemand seinen Beruf ausübt. Das Hineinschnuppern in eine Berufssparte sowie die Vorbereitung wie zum Beispiel das Einlesen in relevante Themen, wie etwa bei dem kaufmännischen Werdegang ins Rechnungswesen oder ein Praktikum in diesem Bereich wirkt sich auch positiv auf die bevorstehenden Bewerbungsgespräche und Einstellungstests aus.

Die Bewerbungsphase

Auch wen die Kinder größer werden, bleiben die Eltern wichtige Begleiter. Wir stehen unserem Nachwuchs bei. Nicht nur bei der Suche nach einer spannenden Ausbildung, sondern auch in der Bewerberphase. Zusammen mit Sohn oder Tochter pauken wir bis zum Schulabschluss, sitzen wir am PC und formulieren wohlklingende und unverfängliche Bewerbungen, tragen die Daten für den Lebenslauf zusammen und machen unsere Kinder fit für Einstellungstests und Bewerbungsgespräche. Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft und darum kommt jedem Kind zugute, was es an Engagement und Interesse im Bezug auf die anvisierte Ausbildungsstelle vorzuweisen hat. Jeder Ausbildungsbetrieb weiß freiwillige Praktika und gut informierte Bewerber zu schätzen. Oftmals sagt das mehr über den Schüler aus als Schulnoten. Weil zum ersten Mal das Kind wirklich eigene Interessen verfolgen darf. Darum gilt es für uns Eltern, die Kids zu motivieren und ihnen dabei zu helfen, Chancen zu ergreifen – noch vor dem Schulabschluss.

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