Woran erkennt man Läuse?

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Wie erkennt man Kopfläuse
Wie erkennt man Kopfläuse

Was sollten Eltern bei Läusealarm tun?

Mutter, 41 Jahre alt, 3 Kinder, das älteste 17 Jahre und noch nie hatte man Läuse in der Familie. Da ist man als Eltern stolz drauf. Doch dann passiert es. Zwei Kinder auf Klassenfahrt und gut einen Monat später entdeckt man zufällig beim Haarekämmen eins der ekligen Krabbelviecher auf einem Kinderkopf. LÄUSEALARM. Der Schreck sitzt tief, der Ekel ist groß, Kind und Mutter den Tränen nahe. Was macht man jetzt und wie bekommt man um Himmelswillen bloß die Kopfläuse aus den Haaren?

Der erste Blick ins Internet verrät alles Mögliche und Unmögliche. Läuseshampoo und Nissenkamm zum Nissen entfernen, schon ist das Problem behoben. Was so einfach klingt, ist es nicht. Doch das wird oft verheimlicht. Jeder Anbieter behauptet von seinem Produkt, es sei erfolgreich und helfe schnell. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es so einfach nicht ist. Darum berichten wir heute, wie wir den Ekelviechern zuleibe gerückt sind – erfolgreich. Darum starten wir die kleine Serie Kopflaus Spezial, in der wir berichten, wie wir gemeinsam als Familienteam die Viecher los wurden.

Läuse bleiben oft anfangs unbemerkt – die Risiken

Das Hauptproblem an Läusen liegt darin, dass man sie oft erst entdeckt, wenn sie sich schon munter vermehrt haben. Um Kopfläuse zwischen der Haarpracht überhaupt zu entdecken, muss man entweder zielgerichtet wissen, wie man sie suchen muss und finden kann, oder es gibt schon eine Population, die es einem echt einfach macht. Denn die so genannten Nissen (Läuseeier) sieht man sehr gut. Während man sich auf der Suche nach den Viechern macht und die Haare des Kindes umwälzt, scheinen die kleinen Plagegeister sich nämlich immer genau dort zu verstecken, wo man gerade nicht mit Kamm und Fingern durch die Haare wuselt.

Leider stimmt auch die Behauptung nicht, dass Kinder sich ständig am Kopf kratzen, wenn sie einen Lausbefall haben. Denn das kommt erst viel später, nämlich wenn sich die Viecher schon vermehrt haben und hungrig Blut abgesaugt haben. Das ist es nämlich, was das Ungeziefer von unseren Köpfen will. Auffällig ist, dass es in einigen Kindergärten und Grundschulen oft eine scheinbar nicht enden wollende Läuseplage gibt. Auch nach Klassenfahrten sind die unliebsamen Gäste auf Kinderköpfen keine Seltenheit.

Somit ist klar: hat man ein Kindergartenkind, ein Grundschulkind oder ein Kind das gerade von einer Klassenfahrt kommt, dann scheint die Gefahr des Läusebefalls am größten zu sein. Ist ein Lausbefall in Kindergarten oder Schule bekannt und kehrt ein Kind von der Klassenfahrt zurück, sollte man am besten schnellstmöglich die Haare gründlich untersuchen. Dafür braucht man weder Nissenkamm, noch Läuseshampoo. Das sollte keinesfalls auf Verdacht oder präventiv angewendet werden. Mit einer sehr einfachen Methode kann man recht zügig und recht zuverlässig in Erfahrung bringen, ob Kopfläuse sich eingenistet haben.

Nisse am Läusekamm
Nisse am Läusekamm (kleiner weißer Punkt ziemlich links)

Wie erkennt man Läuse auf dem Kopf?

Bei uns war es, wie bereits eingangs erwähnt, der Zufall, der beim Kämmen nach der Haarwäsche die erste Laus sichtbar machte. Eine – von vielen. Nachdem das erste Tier entdeckt wurde, folgte sogleich die gründliche Untersuchung und es war sofort klar, dass sich die Tiere bereits munter vermehrt hatten. Juckreiz gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es war als wirklich reine Glückssache.

Dass wir die Kopfläuse nach der Haarwäsche entdeckt hatten, war einem bestimmten Umstand zu verdanken. Das Kind hatte sich zuvor die Haare mit Shampoo, anschließend mit Spülung gewaschen. Die Spülung macht die Insekten für eine gewisse Weile beinahe regungslos, so dass sie beim Haarekämmen kaum Fluchtgedanken haben und eigentlich ganz gut zu sehen sind. Man erkennt die Kopfläuse daran, dass die kleinen Tierchen direkt am Haaransatz am Haar sitzen und dort wie kleine Knubbel und Haarverfilzung oder Haarknoten aussehen.

Schaut man näher hin, erkennt man meist auch die 2-3 mm großen käferartigen Tiere. Schwieriger zu erkennen sind jüngere Läuse. Sie sind sehr, sehr klein, oft gerade mal einen halben Millimeter groß und können wie ein kleiner schwarzer Punkt aussehen. Es gibt jedoch auch sehr helle, eher bräunliche Tiere, die man je nach Haarfarbe sehr schlecht entdeckt. Eltern müssen sich also die Haare des Kindes vor allem am Haaransatz sehr gründlich anschauen.

Viele Ratgeber berichten, dass die Viecher überwiegend an Schläfen und hinter den Ohren oder im Nacken auftauchen. Bei uns war es der Oberkopf, während in den typischen Bereichen kaum etwas zu sehen war. Deshalb sollten Eltern prinzipiell immer den gesamten Kopf des Kindes auf Befall prüfen – und den jeden Familienmitgliedes.
„Woran

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