Plötzlicher Kindstod

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Plötzlicher Kindstod
Plötzlicher Kindstod

Mit dem Baby kommen die Sorgen

Für Eltern ist es das größte Glück: ein Baby ist unterwegs. Doch wie heißt es: Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr. Oftmals vor der Schwangerschaft nicht derart bewusst, kehren mit ihr auch viele Sorgen ein. Werden Mutter und Kind diese gemeinsame Zeit gut überstehen? Wird das Kind schon im Mutterleib prächtig gedeihen und gesund das Licht der Welt erblicken? Wird das Neugeborene einen guten Start ins Leben haben? Wird es sich gut entwickeln und später sein Leben meistern können? Nicht zuletzt, aber die wohl allergrößte Angst der Eltern ist ein schreckliches Phänomen: plötzlicher Kindstod. So schrecklich dieser Gedanke ist, muss man sich zwingend mit Ursachen und Vorbeugung befassen, um diesem schieren Unheil nach allen gegebenen Möglichkeiten die Chancen zu nehmen. Denn der aktuelle Stand der Forschung ist sich sicher, dass man durch Information und Prävention das Risiko drastisch senken kann.

Eltern dürfen keine Scheuklappen haben

Auf dem Weg von Schwangerschaft bis zum 18. Geburtstag und auch darüber hinaus lauern viele Gefahren, denen ein Kind ausgesetzt ist. Gewiss können Eltern ihr Kind nicht vor allem bewahren, doch viele Risiken und Gefahren lassen sich im deutlich herabreduzieren oder beseitigen, wenn man sich gut informiert. Dies sollte am besten schon vor der Schwangerschaft beginnen.

Kleine und größere Sünden wie hier und da ein Glas Wein, Rauchen, schlechte Ernährungsgewohnheiten oder kein Sport können abgestellt oder zumindest reduziert werden. So kann eine zukünftige Mama ihren Körper auf das Schwangersein vorbereiten und schon dem Embryo im Mutterleib beste Chancen bieten.

Regelmäßige Untersuchungen der Schwangeren dienen der Kontrolle und der Früherkennung. Sollte etwas im Schwangerschaftsverlauf auffällig sein, sich das Baby nicht richtig entwickeln, kann entsprechend reagiert werden, wie nötigt. Eine intensive und umfassende Vorbereitung auf die anstrengende Geburt lindert die Angst und hilft der Mutter dabei, sie gut zu meistern.

Ist das kleine Würmchen erstmal gesund auf der Welt, modelliert sich der Lebensrhythmus um. Das Kind bestimmt nun das Tags- und Nachtgeschehen, aber auch das unermüdliche Programm an Sorgen, die Eltern permanent abspielen. Kein Elternpaar, das im ersten Lebensjahr des Kindes nicht von der Angst vor dem plötzlichen Tod des Kindes hat. Plötzlicher Kindstod ist defintiv ein Ereignis, das alle Eltern die Angst in die Knochen treibt und jeder Vater, jede Mutter will wissen, was man tun kann, um ihm vorzubeugen.

Auch als SIDS bekannt, englische Abkürzung für sudden infant death syndrome, sind Babys insbesondere innerhalb der ersten 12 Lebensmonate, in selteneren Fällen auch später, besonders gefährdet. Etwa 0,5 bis 1,5 Prozent aller Neugeborenen erliegen diesem Mysterium und somit gehört der Kindstod zu den häufigsten Todesarten von Säuglingen. Sich mit Ursachen und Vorbeugung zu beschäftigen, ist somit für alle Eltern unverzichtbar.

Information ist die beste Prävention

Während es noch vor mehreren Jahren so schien, als könne man nicht präventiv gegen das plötzliche Sterben der Babys tun, gibt es inzwischen doch gute Hinweise, dass Vorbeugung zumindest deutlich die Risiken für den plötzlichen Kindstod minimieren können.

Nach einer Aufklärungskampagne in Holland konnte so zum Beispiel die Sterblichkeitsrate durch den spontanen Kindstod herabgesetzt werden. Die Aufklärung über vermutete Ursachen scheint also durchaus geeignet, Kinder zu schützen. Auch, wenn bislang die Forschung zu keinen abschließenden Ergebnissen gelangt ist, gibt es fundierte Annahmen zu Risiko und Vorbeugung.

So können geringes Geburtsgewicht des Kindes, das frühe Mutterwerden, Abhängigkeit von Alkohol und Drogen, sozialer Status, Organfehlbildung, Frühgeburt, Rauchen, Aufenthalt während der Schwangerschaft in stark verrauchten Räumen, zu warmes Zudecken der Kinder, Schlafen des Kindes in Bauchlage, zu weiche Matratze im Kinderbett, Rauchen in der Nähe des Kindes und weitere Faktoren das Risiko begünstigen. Meist tritt plötzlicher Kindstod während des Nachtschlafs auf. Das Baby hört einfach auf zu atmen.

Mögliche Anzeichen könnten Vorboten sein, deshalb sollte bei folgenden Symptomen unbedingt und sofort ein Arzt konsultiert werden: häufiges und starkes Schwitzen, Atempausen und Atemnot, flaches Atmen sowie blaue Lippen, Schluckbeschwerden, häufiges Erbrechen, erschlaffte Muskulatur. Im Rahmen der Vorbeugung gibt die 3-R-Regel Eltern wichtige Ratschläge. Rauchfrei, Rückenlage, Richtig Betten sollen als Präventivmaßnahmen erfolgreich sein. Säuglinge sollten komplett rauchfrei aufwachsen.

Das Schlafzimmer, in dem das Kind liegt, sollte nicht zu warm sein und regelmäßig gelüftet werden, die Schlaftemperatur im Raum bei 16 bis 18 Grad liegen. Anstatt Kissen und Decke soll es genügen, das Kind im Schlafanzug in einen Schlafsack zu packen. Die Rückenlage auf einer nicht zu weichen, aber glatten Matratze scheint am sichersten zu sein.

Setzen sich Eltern bereits in der Schwangerschaft bereits mit dem plötzlichen Kindstod auseinander, geben Sie ihrem Kind die besten Chancen mit auf den Weg. Denn es ist genügend Zeit, sich um individuelle präventive Vorbeugung Gedanken zu machen und so mögliche Ursachen rechtzeitig zu beheben. Sehr sinnvoll erscheinen auch Überwachungsgeräte, wie Unterlagen, die die regelmäßige Atmungsfunktion des Babys kontrollieren und Alarm bei Atemaussetzern schlagen.

Eltern können vorab Kurse belegen, und so die Technik geeigneter Wiederbelebungsmaßnahmen erlernen und so bei Alarm sinnvoll reagieren, bis der Notarzt eintrifft. Betroffene Eltern finden Ansprechpartner über die Suche nach dem Suchbegriff „verwaiste Eltern“. Mehr Infos auch hier.

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