Kinder sollten aus Gläsern trinken

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Kinder sollen aus Becher oder Glas trinken
Kinder sollen aus Becher oder Glas trinken

Kinderleicht: So trinken die Kleinen aus dem Glas

Anfangs ist alles ganz einfach: Versorgt aus Mutters Brust oder mit der Nuckelflasche können die Kleinen beim Trinken nicht viel anrichten. Alles klappt von alleine. Nichts kippt aus oder ergiesst sich über den Tisch. Was ist aber, wenn der Nachwuchs aus einem eigenen Glas trinken möchte? So wie die Großen. Diesen Wunsch signalisieren einem bereits die Allerkleinsten, denn ab etwa seinem sechsten Lebensmonat ist ein Kleinkind in der Lage, aus Becher, Tasse, Trinkbecher oder Glas zu trinken. Häufig fühlen sich Eltern dazu verleitet, anzunehmen, dass ihr Zwerg dafür noch zu klein sei und so wird das Abgewöhnen verzögert. Dem ist aber nicht so, denn die Flaschenentwöhnung sollte frühzeitig passieren, auch, wenn das Entwöhnen durchaus Geduld einfordert.

Gesundheitliche Folgen

Viele Eltern unterbinden dieses Bedürfnis bewusst, da sie vermeiden wollen, dass ihre Kinder das Glas zu Boden fallen lassen oder die Flüssigkeit verschütten. Die Folgen: Zahlreiche Kleinkinder nehmen mit zwei, drei oder höheren Jahren ihre Getränke noch aus der Saugflasche oder dem Trinkbecher mit Schnabelaufsatz zu sich und können noch gar nicht aus einem normalen Glas oder Becher trinken. Eine Gewohnheit, die für die Gesundheit Folgen haben kann, denn das Dauernuckeln an den Trinkhilfen kann schon bei Eineinhalbjährigen die Zähne schädigen und den Kiefer verformen. Das  , zumal oft auch noch gesüßte Getränke konsumiert werden, die dann neben der Verformungen und Zahnschiefstellungen auch noch Karies verursachen. Das Entwöhnen kann etappenweise passieren und ist gar nicht so kompliziert.

Hilfreiche Tipps und Tricks

Aus Glas oder Trinkbecher zu trinken, sollten Kinder daher bereits rechtzeitig lernen und die Nuckelflasche sollte schnell abgeschafft werden. Etwa ab zehn bis zwölf Monaten können Eltern damit beginnen, ihren Nachwuchs daran zu gewöhnen. Denn: da das Trinken anfangs etwas schwierig ist und die kindliche Feinmotorik erst trainiert werden muss, dauert es seine Zeit, bis die Kleinen das Trinken aus Becher oder Glas wirklich alleine schaffen. Allein der Akt, das Glas so weit zu kippen, dass Flüssigkeit nur in den Mund fließt und nicht über Gesicht und Kleidung, verlangt feine Fähigkeiten. Dabei können Eltern ihren Kindern wichtige Hilfen geben:

  • Ein kleines Glas mit einem nach außen gewölbtem Rand macht das Trinken leichter.
  • Eltern können einen so genannten Henkelbecher anbieten – natürlich ohne Deckel mit Schnabelaufsatz.
  • Ein nur halb gefülltes Trinkgefäß vermeidet, dass das Kind etwas verschüttet.
  • Gerade am Anfang sollten Eltern ihr Kind unterstützen, indem sie das Glas mit zum Mund führen. Das nimmt dem Kind seine Unsicherheit und kann Überschwemmung vermeiden.
  • Von der Trinkhilfe zum eigenen Glas – dieser Weg muss nicht in Kürze erfolgen, denn das Kind braucht etwas Zeit, sich an den Becher bzw. Trinkglas zu gewöhnen.
  • Vor allem am Anfang sollte das Glas nur bis zur Hälfte gefüllt sein. Und wenn es doch einmal umkippt oder ähnliches, dann sollten Eltern ruhig bleiben und vor allem nicht mit ihrem Kind schimpfen.

Können sich Eltern nicht durchringen, ihr Kind von der Nuckelflasche zu entwöhnen und stattdessen aus einem Glas trinken zu lassen, dann geschehe das meistens aus Bequemlichkeit, wie die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Limmer betont: „Ein Kind mit Flasche im Mund ist ruhig, zufrieden und schreit nicht“, so die Expertin. Als Maßnahme gibt sie folgenden Tipp :

Eltern sollten ihr Kind dazu bringen, zügig zu trinken und nicht 15 bis 30 Minuten an der Flasche zu saugen.

Hat das Kind aufgehört, gibt es die Flasche an seine Eltern zurück und bekommt von denen ein Lob hören. Das hilft beim Entwöhnen der Nuckelflasche und motiviert zum Trinken aus dem eigenen Glas.

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