Besondere Hilfsmittel für besondere Kinder

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Besondere Kinder bei Radtouren nicht ausschließen
Besondere Kinder bei Radtouren nicht ausschließen

Behinderte Kinder mobil machen

Eigentlich beginnt, wenn auch verspätet, jetzt die Radfahrsaison und Eltern schwärmen gemeinsam mit den Kindern per Fahrrad in die Natur aus. Was ist aber, wenn man besondere Kinder, Kinder mit Einschränkung oder Behinderung hat? Dann stellt das Radfahren oft eine unüberwindbare Hürde dar, erst recht, wenn behinderte Kinder größer werden. Solange sie klein sind, kann man meist noch gut mit Kinderfahrradsitz oder einem Fahrradanhänger für Kinder für einen tollen Fahrradausflug sorgen. Doch sobald die Kids größer werden, wird das schwierig oder unmöglich, weil sie mit einem herkömmlichen Fahrrad selbst nicht fahren können. Heute möchten wir über das Hilfsmittel Dreirad berichten, dass vielen beeinträchtigten größer werdenden Kindern einen großen Schritt in die selbständige Mobilität ermöglicht.

Dreirad für besondere Kinder

Das Dreirad für größere Kinder und Erwachsene ist eher als Seniorenrad bekannt, jedoch ist es natürlich Blödsinn, dass ein solch sinnvolles und bereicherndes Hilfsmittel nur Senioren vorbehalten bleiben sollte. Ebenso gut ist das spezielle Fahrrad auch als Spezial-Kinder-Dreirad für besondere Kinder geeignet. Jedoch gilt auch, wie bei den Senioren, dass gewisse Eigenschaften gegeben sein müssen, damit behinderte Kinder mit dem Dreirad fahren können. Grundsätzlich muss die Teilnahme im Straßenverkehr von dem Kind bewerkstelligt werden. Das heißt, das Kind muss die geltenden Verkehrsregeln kennen und umsetzen können und ebenso muss ein Mindestmaß an körperlicher Bewegung möglich sein. Das Reaktionsvermögen darf nicht eingeschränkt sein. Sind diese Faktoren gegeben, dann können auch eingeschränkte und behinderte Kinder mit diesen Dreirädern mobil sein.

Das richtige Dreirad aussuchen

Abhängig davon, welche Einschränkungen besondere Kinder haben, bietet sich ein Dreirad an, dass entweder vorne oder hinten ein zweites Rad zur Verfügung hat. Sind die motorischen Fähigkeiten gut ausgeprägt, aber das Kind hat Probleme mit dem Gleichgewicht, dann bietet sich die Variante eins Dreirads an, bei dem die beiden Räder hinten sitzen. Funktioniert dagegen die Motorik nicht vollständig, aber der Gleichgewichtssinn gut, dann sind Modelle, bei denen zwei Räder vorne sitzen, oft die bessere Variante.

Fällt das Pedalieren aufgrund motorischer Einschränkungen bei der Beinmuskulatur schwer oder hat das Kind nicht genügend Kraft, um auch bei längeren Fahrten in die Pedale treten zu können, gilt es, anstrengende Steigungen zu bewerkstelligen, dann können die Erwachsenen-Dreiräder auch mit Hilfsmotor erworben werden. Zwar haben generell solche Fahrräder für behinderte Kinder und Erwachsene ihren Preis, dennoch stellen sie im Leben besonderer Kinder und Erwachsener eine enorme Bereicherung dar. Falls Sie sich jetzt Fragen: „Wenn mein Kind Hilfsmittel braucht, die mein Budget übersteigen, wie kann ich diese dennoch ermöglichen?“, dann können Sie durchaus bei Anbietern für Hilfsmittel erfragen, ob eine Bezuschussung möglich ist. Alternativ dazu kommt auch eine Finanzierung in Frage.

Besondere Kinder an das Dreirad gewöhnen

Bei der Auswahl eines Dreirads, das besondere Kinder fahren können, sind die Größe des Rades und auch der Einstieg wichtig. Haben behinderte Kinder Probleme, beim Aufstieg ein Bein soweit anzuheben, dass sie den Rahmen des Fahrrads übersteigen können, dann sollte unbedingt ein Modell mit niedrigem Einstieg ausgewählt werden.

Mit Hilfe von ein oder zwei Erwachsenen kann man dies meist gut an einem herkömmlichen Fahrrad ausprobieren, bevor man dann das Erwachsenen-Dreirad kauft. Da die Dreiräder vorrangig für Erwachsene gefertigt werden, sollte man bei der Anschaffung immer auf die individuellen Maße des Rades achten. Gerade, wenn das Kind noch nicht eine durchschnittliche Erwachsenengröße erreicht hat, sollte das Dreirad am Sattel und am Lenker möglichst niedrig einstellbar sein und dann mit dem Kind mitwachsen.

Bevor es mit dem neuen Rad erstmals auf Tour geht, empfehlen sich ein paar Übungseinheiten fernab vom Straßenverkehr. Aufsteigen, Absteigen, Lenken, Handzeichen geben, Bremsen und Hindernissen ausweichen und natürlich auch das Anfahren sollten zunächst erprobt und ggf. gelernt werden, damit später alles klappt. Für besondere Kinder gilt (wie bei allen Kindern), dass erst im Straßenverkehr teilgenommen wird, wenn alle grundsätzlichen Dinge funktionieren. Gärten, Parkplätze und wenig befahrene Radwege sind für erste Übungen geeignet, wenn mit der notwendigen Vorsicht der Eltern jedes Risiko für behinderte Kinder ausgeschlossen werden kann. Vielleicht kann dann schon bald mit dem Rad und der Familie zum nahegelegenen Campingplatz geradelt und dort ein tolles Wochenende verbracht werden.

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