Autokindersitz – worauf kommt´s an?

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Beim Kindersitz geht Sicherheit vor

Ob auf großer oder kleiner Fahrt: ein Kind gehört immer in den Autokindersitz. Schließlich plant man keinen Unfall oder eine Vollbremsung, sondern solche Dinge passieren im Straßenverkehr unvorhersehbar und deshalb muss man als Erwachsener stets die Sicherheit des Kindes gewährleisten. Damit man dies zu jeder Zeit tun kann, sollte man sich als Vater und Mutter, natürlich auch als Großeltern, Tanten und Onkel, mit dem Thema Autokindersitz ernsthaft auseinandersetzen und einen geeigneten und für´s Auto zugelassenen Sitz anschaffen. Nicht jeder Kindersitz ist gleichermaßen geeignet, um dem Kind während der Fahrt ideal Sicherheit zu bieten. Deshalb sollte die Wahl für den idealen Autokindersitz mit größter Gewissenhaftigkeit getroffen werden. Wir fassen in diesem kleinen Ratgeber zusammen, worauf man bei Autokindersitzen achten muss.

Autokindersitz für Sicherheit bei jeder Autofahrt
Autokindersitz für Sicherheit bei jeder Autofahrt

Kindersitz auf das Kind abstimmen

Unabhängig von den gesetzlichen Bestimmungen ist klar: Kinder fahren sicher mit Autokindersitze! Doch nun sei zunächst einmal gesagt: Im Fahrzeug herrscht per Gesetz geregelte Kindersitzpflicht. Und das ist auch gut so, denn Kindersitze bringen Sicherheit und können bei einem Unfall oder bei einer Vollbremsung Leben retten. In einem Autokindersitz müssen Kinder gemäß §21 Abs. 1a StVO bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres (und die kleiner sind als 150 cm) sitzen. Ein verwendeter Kindersitz muss behördlich genehmigt und auch geeignet sein. Als Mindeststandard gilt hier die ECE-Regelung Nr. 44 ab der Version /03. Der Kindersitz für´s Auto ist durch das ECE-Prüfsiegel gekennzeichnet. Testergebnisse finden Sie hier. Je nach Alter, Größe und Gewicht stehen verschiedene Klassen zur Verfügung:

  • Klasse 0: bis 10 kg (gegen die Fahrtrichtung oder quer)
  • Klasse 0+: bis zu 13 kg (gegen Fahrtrichtung)
  • Klasse 0+-I: ab Geburt bis 18 kg (gegen Fahrtr., bzw. ab 9 kg in Fahrtrichtung)
  • Klasse I: 9-18 kg (in beide Fahrtrichtungen)
  • Klasse II: 15-25 kg
  • Klasse II bis III: 15 bis 36 kg (wieder in Fahrtrichtung)
  • Klasse III: 22 – 36 kg (Sitzerhöhung in Fahrtrichtung)
  • Klasse I-III: 9-36 kg

Wo wird der Autokindersitz am besten eingebaut?

Sicher kann man hier für jede Variante Vorteile und Nachteile benennen. Gerade, wenn das Kind noch sehr klein ist, fühlen sich Eltern besser, wenn der Kindersitz auf dem Beifahrersitz mitfährt. So hat man ja einen Blick auf das Kind. Allerdings birgt der Airbag nach wie vor ein Risiko, falls er wegen eines Aufpralls aktiviert wird und dabei auf den Autokindersitz schlägt. Überdies gilt der hintere mittlere Bereich der Fahrgastzelle, also die Mitte der Rückbank, als deutlich sicherer bei einem Unfall. Studien haben dies belegt. Insbesondere bei einem Seitenaufprall böte sich bei dieser Platzierung mehr Schutz. Empfehlenswert sollen Kindersitze sein, die mit einem Fangkörper ausgestattet sind. Solche Modelle absorbieren die Flugkräfte bei einer Vollbremsung oder bei einem Frontalcrash und sorgen somit für noch mehr Sicherheit durch den Autokindersitz. Vor jedem Fahrtantritt ist darauf zu achten, dass der Kindersitz richtig platziert und das Kind korrekt im Sitz angeschnallt ist. Denn der beste Autokindersitz kann nicht schützen, wenn er nicht richtig gebraucht wird. Zur Sicherheit der Kinder im Auto ist also die gewissenhafte Anschnallerei ein Muss für uns Erwachsene. Allzeit gute und sichere Fahrt!

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